Versorgungsatlas

Mitversorgungskennzahlen Fachärzte

Gerade bei der Wahl des Facharztes entscheiden sich viele Patienten nicht für die nächstgelegene Praxis. Möglicherweise spielen gute Erfahrungen von Bekannten eine Rolle. Außerdem nehmen viele Pendler fachärztliche Leistungen eher am Arbeits- als am Wohnort in Anspruch.

Wenn Arzt-Patient-Kontakte über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg eine erhebliche Größenordnung annehmen, kann man von Mitversorgungsbeziehungen zwischen den Regionen sprechen. Um diese Mitversorgungseffekte zu messen, legt der Versorgungsreport die Anzahl der grenzüberschreitenden Behandlungsfälle eines Jahres (hier: 2010) zugrunde.

Die Wohnortperspektive misst, wieviel Prozent der Wohnansässigen eines Kreises im selben Kreis zum Facharzt gehen. Die Leistungsortperspektive zählt, wieviel Prozent der in heimischen Facharztpraxen behandelten Patienten auch in dem jeweiligen Kreis ansässig sind.

Die Mitversorgungsrelation setzt diese Perspektiven ins Verhältnis zueinander: Ein Wert über 100% bedeutet, die Stadt oder der Kreis ist ein Leistungs-Exporteur, versorgt also das Umland mit. Ein Wert unter 100% weist auf fachärztlichen Leistungs-Import hin.